Die Glasstrasse im ArberLand

 

250 Kilometer lang ist die Glasstraße. Und ein ganz entscheidender Teil führt zwischen Arber und Frauenau durch das ArberLand. Kunst, Kultur und Kulinarisches: Wer der Glasstraße folgt, wandelt zwischen bodenständigem Handwerk und dem preisgekrönten Poschinger Jugendstilglas.

Blaue Schale und Vase (um 1850) aus der Sammlung der Glashütte Poschinger aus Buchenau


Kostbarkeiten der Glasmacherkunst entdecken: Bei Bayerisch Eisenstein mündet die Glasstraße ins ArberLand. In der "Grenzlandglashütte" zaubern Glasbläsermeister ihre Glasmacherpfeifen. Und weil auch Zuschauen hungrig macht, lockt hier eine zünftige Brotzeit.

Das Dorf der Glasschleifer
Seebachschleife ist das letzte erhaltene Glasschleiferdorf seiner Art. Ein traumhafter Ort zur Rast. Ein paar Meter weiter liegt die Steigerwald'sche Regenhütte, einst eine der bedeutendsten Glashütten Europa. Ihre Erzeugnisse wurden vielfach ausgezeichnet, etwa auf der Pariser Weltausstellung von 1900. In der heutigen Schauglashütte lässt sich diese ehrenvolle Tradition nacherleben.

Auch König Ludwig schätzte das Glas
Auf dem weiteren Weg entlang der Glasstraße gelangt man nach Ludwigsthal, das seinen Namen von König Ludwig I. hat. Die außergewöhnliche Bemalung des Innenraumes und ihre Glasmosaike machen den Besuch der Herz-Jesu-Kirche in Ludwigsthal zu einem Muss. Im atmosphärischen Glashütten-Café können Sie sich stärken und beim Glasblasen zuschauen.

Die königlich privilegierte Glasfabrik
Weiter geht's zum ehemaligen Hüttenstandort Spiegelhütte, wo das preisgekrönte Poschinger Jugendstilglas gefertigt wurde. Danach folgt das berühmte Buchenau, wo man in der Tafelglashütte farbiges Fensterglas herstellt. In Theresienthal bei Zwiesel gründete Wilhelm Steigerwald 1836 die königlich privilegierte Glasfabrik, die für ihre venezianisch angehauchten Kelche und Vasen berühmt wurde. Das Historismus-Schlösschen erinnert heute mit Mustergläsern aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert an die Blütezeit der Glasmacherkunst.

Der "Gläserne Winkel Bayerischer Wald"
Wenn Sie auf Ihrem Weg entlang der Glasstraße in der "Glasstadt Zwiesel" angelangt sind, werfen Sie einen Blick auf die farbenprächtige Jugendstilverglasung der St.-Nikolaus-Kirche, die in den Tafelglashütten in Buchenau, Ludwigsthal und Zwiesel gefertigt wurde.

In Zwiesel haben sich zahlreiche Glasstudios und -werkstätten zum "Gläsernen Winkel Bayerischer Wald" zusammengeschlossen. Sie schaffen die herrlichsten Kunstwerke aus Glas. Nicht verpassen: Die "Zwieseler Glastage" und den "Zwieseler Buntspecht". In Rabenstein sind Bernhard Schagemanns Verglasungen der St. Johann-Nepomukkirche sehenswert, in Oberzwieselau das Gut des ehemaligen Hüttenherren Bendekit von Poschinger.

Familie
Poschinger: Glaskunst seit 15 Generationen
Schließlich erreichen Sie das "Gläserne Herz des Bayerischen Waldes", den idyllischen Ort Frauenau. Hier produziert die Familie von Poschinger, die älteste Industriellenfamilie Deutschlands, seit 15 Generationen edle gläserne Gebrauchsgegenstände. Die beeindruckende Dachkonstruktion verleiht diversen Veranstaltungen im Hüttengebäude immer wieder eine besondere Atmosphäre.

Unbedingt ansehen:
das Glasmuseum Frauenau. Es beherbergt die Sammlung Kerner mit wertvollen italienischen Glasgefäßen und gewährt tiefe Einblicke in Glasherstellungstechniken und Veredelungsmethoden.

 
 
 
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Glas und Kultur im Bayerischen Wald
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