Wer in ein Gasthaus einkehrt und dort ein Metallschild mit Tuba und Klarinette darauf vorfindet, der hat vielleicht Glück, dass just an diesem Abend ein paar Musiker einfach zu ihrer und der Gäste Freude aufspielen und singen. Das Metallschild zeichnet ein "musikantenfreundliches Wirtshaus" aus – im ArberLand gibt es rund 30 davon.
Volksmusik im Wirtshaus ist heutzutage fast nicht mehr zu hören, es sei denn organisiert zu Festen oder Sitzweilabenden, Weihnachtsfeiern oder beim Kirta-Tanz. Dass spontan ein paar Musikanten aufspielen oder singen, erleben Gast und Wirt selten. So kann es nicht weitergehen, dachten sich schon vor Jahren die Bezirke Niederbayern und Oberpfalz, der Bayerische Landesverein für Heimatpflege und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband.
Die Aktion
"Musikantenfreundliches Wirtshaus" sollte die gesellschaftliche und kulturelle Szene in den Wirtsstuben beleben – und tatsächlich: Seitdem hält das spontane Singen und Musizieren wieder verstärkt Einzug in die Gasthäuser unserer Heimat.
Musikanten aus dem ArberLand
Es ist ganz einfach: Musikanten, von denen es im ArberLand ja genug gibt, singen und spielen nach vorheriger Absprache mit dem Wirt traditionelle Volksmusik und bekommen dafür eine Brotzeit und Getränke. Freilich darf der Wirt auch mitmachen, zumal sich im musikantenfreundlichen Wirtshaus immer ein Instrument befinden sollte.
Die Aktion dient allen: Wirte freuen sich über neue Gäste, Musikanten über neue Spielmöglichkeiten und die Gäste über die Rückkehr der Traditionen.
Und deshalb heißt es wieder: Mit Musik schmeckt alles besser!